Unsere kurze Antwort: Wenn du neu am Rennrad bist und Respekt vor dem Einklicken hast, starte mit Magnetpedalen wie dem Magped ROAD2. Sie halten den Fuß fest genug für effizientes Treten, lassen ihn aber in jede Richtung los, sobald du absteigen musst – ganz ohne Fersendrehung. Hier erklären wir, warum das wichtig ist und wie sich Magnetpedale von Systemen wie Look Keo oder Shimano SPD-SL unterscheiden.
Warum Klickpedale für Einsteiger schwierig sind
Mit dem Pedal verbunden zu sein macht das Fahren effizienter. Klassische Rennradpedale bringen für Neulinge aber zwei typische Probleme mit:
- Umfallen im Stand. Klassische 3-Loch-Rennradpedale halten das Cleat mit einer Feder. Raus kommt man nur, indem man die Ferse nach außen dreht. Bei einem plötzlichen Halt – rote Ampel, ein ausparkendes Auto – ziehen die meisten den Fuß aber instinktiv nach oben. Das bringt nichts, und man kippt seitlich um.
- Belastung für die Knie. Rennradcleats erlauben nur wenige Grad Drehung (meist 0–6°). Ist das Cleat nicht ganz richtig eingestellt, wird das Knie bei jeder Kurbelumdrehung in eine unnatürliche Linie gezwungen – das kann mit der Zeit zu Schmerzen führen.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Bei mechanischen Klickpedalen brauchen die meisten mehrere Wochen. Man muss lernen, das Pedal mit der Fußspitze zu drehen, die Vorderkante des Cleats einzuhaken und nach unten zu drücken, bis es klickt – und vor allem, vor jedem Halt rechtzeitig die Ferse rauszudrehen. Fast jeder erlebt dabei mindestens einmal einen Zeitlupen-Sturz an der Kreuzung.
Magnetpedale brauchen kaum Übung. Du stellst den Fuß aufs Pedal, und der Magnet zieht die Stahlplatte unter dem Schuh in Position. Zum Absteigen hebst du den Fuß einfach kräftig an, kippst oder drehst ihn – was dein Reflex macht, funktioniert. So hast du die Vorteile der festen Verbindung schon bei der ersten Ausfahrt.
Vergleich: Flat-, Klick- und Magnetpedale fürs Rennrad
| Flatpedale | Klickpedale (Look / SPD-SL) | Magnetisch (Magped ROAD2) | |
|---|---|---|---|
| Wie der Fuß gehalten wird | Nur Reibung | Gefederte Klemmung | Magnet und Stahlplatte |
| Wie man rauskommt | Einfach anheben | Ferse nach außen drehen | Anheben, kippen oder drehen |
| Sturzrisiko beim Anhalten | Keines | Hoch in der Lernphase | Sehr gering |
| Bewegungsfreiheit fürs Knie | Voll, aber ohne Halt | Begrenzt | Freie Dreh- und Seitenbewegung |
| Gehen mit den Schuhen | Problemlos | Umständlich (Plastikcleat) | Flache Platte mit Abdeckung |
| Tretwirkung | Nur Druck | Druck und Zug | Druck und Zug (bis 200 N Haltekraft) |

Was Magnetpedale für Einsteiger besser machen
1. Lösen in jede Richtung
Bei einem mechanischen System gibt es genau einen Weg raus: die Ferse über einen festen Winkel drehen. Das Magped ROAD2 hält den Schuh nur mit Magnetkraft, deshalb lösen Hochziehen, Abrollen oder Drehen gleichermaßen. Passiert etwas Unerwartetes, ist deine natürliche Reaktion die richtige.
2. Schonender für die Knie
Jedes Bein bewegt sich beim Treten ein bisschen anders. Eine Magnetplatte ist nicht in einer festen Position eingerastet, dein Fuß kann also die kleinen Dreh- und Seitenbewegungen machen, die er braucht – das entlastet Knie und Hüfte.
3. Einklicken ohne hinzuschauen
Kein Suchen nach dem Pedal und kein Umdrehen mit der Fußspitze beim Anfahren an der Ampel. Fuß ungefähr aufs Pedal, der Magnet zentriert ihn. Der Blick bleibt auf der Straße.
4. Sie sehen aus wie normale Rennradpedale
Viele Einsteiger fahren aus Angst vor Klickpedalen billige Flatpedale an einem teuren Rennrad. Das Magped ROAD2 ist schlank und flach und sieht aus wie ein normales hochwertiges Rennradpedal – es passt zum Rad und fällt in der Gruppe nicht auf.

Welches Magnetpedal passt zu dir?
- Rennrad, Gruppenausfahrten und Radmarathons: das Magped ROAD2. Es hat einen Carbon-Körper und passt an jeden Schuh mit normaler 3-Loch-Rennradbohrung. Es gibt zwei Varianten:
- Stahlachse: etwa 270 g pro Paar, robust und für den Alltag auf der Straße gemacht.
- Titanachse: etwa 214 g pro Paar – eines der leichtesten Rennradpedal-Systeme, die man kaufen kann.
- Pendeln und gemischter Untergrund: Wer lieber normal aussehende Schuhe mit Gummisohle und 2-Loch-SPD-Aufnahme trägt, schaut sich das Magped SPORT2 oder das sehr leichte Magnesium-Modell Magped ULTRA2 an. Beide sind beidseitig fahrbar, und man läuft abseits des Rads bequem.
Mehr Überblick gefällig? Magped erklärt die Unterschiede in seinem Ratgeber zu Flat-, Klick- und Magnetpedalen (Englisch).
Häufige Fragen
Ist der Magnet stark genug für Anstiege und Sprints?
Ja. Mit Magneten bis 200 N hält jedes Pedal etwa 20 kg nach oben. Das reicht locker, um am steilen Anstieg zu ziehen – eine bewusste seitliche Bewegung oder ein Notfall löst den Fuß trotzdem.
Brauche ich spezielle Schuhe?
Nein. Das Magped ROAD2 funktioniert mit jedem Rennradschuh mit normaler 3-Loch-Aufnahme. Die Stahlplatte wird dort angeschraubt, wo sonst das Cleat sitzt.
Unser Fazit
Für Einsteiger nehmen Magnetpedale die größte Sorge bei Klickpedalen – das Umfallen beim Anhalten –, ohne auf effizientes Treten zu verzichten. Testergebnisse, Daten sowie Vor- und Nachteile findest du in unseren ausführlichen Magped ROAD2 Test.





